Wenn vorhanden, erscheint seit 2002 jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er am 22.08.1940 in Hannover. Ab Januar 2021 erscheinen alle Filmprogramme , ob nationale oder internationale, auch von der DEFA synchronisierte Filme, solange der Vorrat reicht!!!

Alwin Gast

Alwin Gast(Aufnahme von 1948)
geb. 21.111920 in Magdeburg
gest. 11.12.2010 in Stuttgart

Ab 2021 wieder ein Vorkriegs-, DEFA- oder ein von der DEFA synchronisierten Film

Ein Harry Piel-Film der Ariel

Menschen, Tiere, Sensationen
Hauptrolle und Spielleitung Harry Piel
Verleih: Siegel - Monopolfilm
Auslandsvertrieb: Deutsche Filmexport G.m.b.H.

Link zu diesen Film ((Wikipedia)

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
1938
Nr. 2875

Drehbuch: Reinhold Meißner, Erwin Kreker, J. M. Frank ; Musik: Fritz Wenneis; Kamera: Bruno Timm, Fritz von Friedl, Karl Hasselmann; Bauten: Max Knaake; Ton: Ferdinand Haubmann und Eugen Hrich; Schnitt: Hildegard Grebner; Aufnahmeleitung: Otto Jahn und E. Leonard; Herstellungsleitung: Willi Reiber

Mitten im Monat kündigt der Zirkus Sarrasani das erstmalige Auftreten einer Sensationsnummer ersten Ranges an. Auf den Plakaten wird der Name des Tiger- dompteurs Carlo mit einem Streifen überklebt. welcher nur in großen Lettern den Namen Federe trägt. - Wärhrend der' Morgenprobe war Carlo, neben dem Artisten Robert Hansen eine Hauptattraktion des Programms, von einem seiner neuen Tiger angefallen und schwer verletzt worden. Erst im letzten Augenblick war es Hansen gelungen den befreundeten Dompteur aus den Klauen Sultans, eines prachtvollen Bengaltigers, zu retten. Ein glücklicher Zufall fügte es, daß In der berühmten Fedora - Nummer ein vollwertiger Ersatz gefunden werden konnte. - Die Varieté-Agentur Allmers, welche das Engagement vermittelt hatte, sieht , diesem Auftreten Fedoras allerdings mit einigem Bangen entgegen. Erst als der Abschluß bereits perfekt war, erfuhr Allmers von seinem Sozius, daß Robert Hansen niemals mit der Fedora-Nummer in einem Programm zusammenarbeitet und lieber Verträge rückgängig macht. Die Gründe für dieses ablehnende Verhalten Hamens kennt allerdings niemand. Das erste Auftreten Fedoras erweist sich tatsächlich als eine Sensation. Die Darbietungen der bildschönen Artistin am Hochtrapez werden vom Publikum mit atemloser Spannung aufgenommen, nach dem verblüffenden Schlußeffekt kennt der Beifall keine Grenzen, Dieser Schlußeffekt besteht .darin, dass ein Herr aus seiner Loge schießt. Mit einem Aufschrei stürzt Fedora ab, ins Dunkel der Manege. Der Scheinwerfer folgt Ihr, und zeigt sie Sekunden später auf einem zweiten Trapez, welches dicht über der Manege schwebt. Hopklns, der Assistent der schönen Fedora, gibt diesen Schuß ab, der das Zeichen für den gewagten Absprung der Artistin ins Dunkel Ist. - Aber nicht nur das Publikum folgte der Darbietung Fedoras mit atemloser Spannung. Durch die Falten des Manegevorhangs gedeckt, hat Robert Hansen kein Auge von der schönen Artistin gelassen. Er hat es gar nicht bemerkt, daßt sein alter Tierpfleger Franz neben. ihn getreten ist, und fährt unwillig auf, als dieser anerkennend brummt: "Ganz groß die Nummer!" Aber der von der Agentur befürchtete Protest Hansens gegen Fedore bleibt aus. Als Fedora ihre Garderobe betritt, befindet sie neben den üblichen Blumenspenden der Direktion und einiger "Kunstfreunde" auch einen auffallend schönen Teerosenstrauß eines anonymen Verehrers.
Robert Hansen hat vor seinem eigenen Auftritt einen großen Ärger und eine kleine Freude. Der große Ärger bestand darin, dass der Tigerwärter Falk sich den Anord-nungen Hansens, der die Sorge für die Tiere seines Freundes Carlo übernommen halte, durchaus nicht fügen wollte. Doch mit Hansen ist in solchen Dingen nicht zu spaßen. und grollend verspricht Falk, den Tieren gegenüber künftig jede unnötige Härte zu vermeiden. Dagegen ist Hansen erfreut, in der jungen Artistin Estrella eine eine Kollegin aus der wanderfrohen Zeit des guten alten Chapiteau-Zirkus wieder-gefunden zu haben. Frohgelaunt verabredet er mit ihr ein Zusammensein nach der Vorstellung. Doch daraus soll nichts werden. - In der Manege ist bereits alles für den Auftritt Hansens vorbereitet. Hinter dem Vorhang wartet Franz mit den " Jungen" seines Herrn, sieben prächtige Schimpansen in Matrosenuniform, und hat seine liebe Not mit den sonst so gutgezogenen Tieren. Sie toben vor Eifersucht, weil Hansenim Vorbeigehen einem Elefanten eine Leckerei zusteckte, und sind erst zufrieden, als Hansen lachend zu ihnen tritt. Unter den Klängen 'des Gladiatorenmarsches erfolgt der Einzug der Tiere, und ohne jede Aufsicht und ohne Kommando beginnt nun die Arbeit dieser geborenen Turnkünstler in der Zirkuskuppel. Plötzlich werden die Tiere unruhig. Unten in der Manege zeigt Hansen zu Pferde einen tollen Wild-West-Akt.
Wütend werfen die Schimpansen mit allerhand Gegenständen nach der un-erwünschten Konkurrenz, und lachend verschwindet Hansen, um allerdings bereits im nächsten Augenblick in einer geheimnisvollen Umhüllung wiederzuerscheinen. Auf den erneuten Protest der Schimpanse antwortet er mit absprechenenden Bemer-kungen über deren Leistungen. Sofort erscheinen' zwei Schimpansen bei ihm, und gestikulieren erregt auf ihn ein. Hansen versteht jetzt, dass er es besser machen soll, und folgt den hinauf in die Luft. Beschämt verschwindet einer der Schimpansen nach dem andern, als sie sehen, dass ihr Herr und Meister sie bei weitem übertrifft. Als Hansen zum Schluß die Arme breitet, zwischen denen eine glitzernde Flughaut schimmert, und mit einem riesen Schwung durch die Kuppel der Manege saust,
um in einem silbern strahelenden Spinnennetz zu landen verstecken sie ängstlichihre Gesichter im Vorhang. Dann aber ziehen sie triumphierend unter dem Beifall des Publikumsmit ihm ab. - Wie allabendlich, bringt Hansen seine Jungen selbst zu Bett. Heute muss er freilich die lustige Zeremonie ein wenig abkürzen. Der Portier erscheint und meldet ihm, dass ein Herr der sich Tassi oder so ähnlich nannte, schon dreimal aus dem Imperial angerufen habe und ihn dringend zu sprechen wünsche. Das kann nur ein südamerikanischer Agent sein! Ohne an seine Abmachung mit Estrella zu denken folgt Hansen der Aufforderung statt des Erwarteten tritt ihm im Hotel eine schöne Frau mit dem Vorwurf entgegen: "Warum hast du mich belogen? Ich habe halb England abgesucht, um dich endlich hier zu finden!" Es ist Maya de Passay, eine temperamentvolle Südländerin, die ihm gegen seinen Willen aus dem letzten Engagement, wo er die ebenso reiche wie schöne Frau kennenlernte, hierher gefolgt ist. Vergebens versucht er, sie mit Vernunftgründen zu beruhigen und zur Abreise zu bewegen. Sie weiß längst, dass eine andere Frau im Spiele

ist, und sagt ihm auf den Kopf zu, dass sie nur deshalb gehen solle, um Fedora Platz zu machen, jener Frau, die ihm einst davongelaufen sei. Da aber fährt Hansenauf. Wie ein Sturzbach kommen seine Worte über seine Lippen, mit welchen er Maja erklärt, warum diese Frau einst von ihm ging, die sein artistischer Ehrgeiz nicht hoch-kommen lassen wollte, und die es nun doch geschafft habe. Als er sich jetzt zum Gehen wendet, erkennt Maja, dass sie diesen Mann verloren hat. Ein scharfes "Halt!" kommt über ihre Lippen, und als Hansen sich umwendet, blickt er in die drohend auf ihn gerichtete Mündung eines Revolvers. Ruhig entwindet er ihr die Waffe und wirft sie achtlos fort. Mit zuckenden Lippen fragt sie ihn, ob ihn auch seine geschiedene Frau noch liebe, und auf seine Antwort, dass er dies nicht wisse, verspricht sie end-lich, die Stadt für immer zu verlassen. - Sie zieht auch am nächsten Morgen aus dem Imperial-Hotel aus, aber nur, um ins Astoria zu fahren. Als Hansen anderntags anruft, erfährt er nur, dass Frau de Passy abgereist sei. - Vierzehn Tage sind seitdem vergangen. Jeden Tag fand Fedora in ihrer Garderobe den gleichen wundervollen Teerosenstrauß, ohne den Namen des Spenders zu erfahren. Estrella aber kennt ihn; durch einen alten Artistenerfuhr sie auch von den früheren Beziehungen Han-sens zu Fedora. Eines Tages beobachtet sie, wie Fips, einer der Schimpansen Hansens, in Fedoras Garderobe verschwindet. Rasch entschlossen öffnet sie die Tür . Während sie Fedora mit Worten überfällt, dass Hansen von dem Besuch des Schim-pansen nichts erfahren dürfe, ist Fips heimlich entwichen und spaziert durch die Stallungen. Zwischen Fedora und Estrella aber kommt es zu einer klärenden Aus-sprache. Fedora erfährt, dass Estrella ebenfalls verheiratet ist und ein Baby besitzt, und nur deshalb nicht mit ihrem Mann zusammen lebt, weil die finanziellen Verhältnisse beider zu ungünstig sind' - ganz im Gegensatz zu Hansen und Fedora, die aus Dickköpfigkeit an ihrem Glück vorbeigehen. Gerührt verspricht Fedora Estrella und ihrem Mann Ihre Hilfe zum Ankauf einer Nummer. Und nun plaudert auch Estrella aus. "Er hat zwar gedroht, dass er mir die Hosen stramm zieht, wenn ich klatsche. Aber das ist mir jetzt gleich Also: die Rosen die ,sie jeden Tag bekommen, sind von ihm. Er liebt sie noch immer." - Während dieser Unterredung ist Fips, der Schimpanse, auf Entdeckungsfahrt gegangen. Er sah, wie sein Herr im Vorbeigehen einen der Tiger streichelte, eifersüchtig geht er an den- Käfigwagen heran, und schon ist das Unglück geschehen: er öffnet die Käfigtür und flüchte vor den entweichenden Tieren. Doch ehe eine allgemeine Panik ausbrechen kann, ist Hansen zur Stelle. Es gelingt ihm, die zehn Tiger vom Stallgang abzudrängen, während einige beherzte Stalleute Gitter herbeischleppen. Doch Sultan, der größte der Tiger, vermag zu entweichen. Fieberhaft wird. nach Ihm gesucht - von allen Selten' kommen richtige und falsche Meldungen über sein Auftauchen - einige Artisten, unter Ihnen auch Fedora, haben sich bewaffnet und nehmen an der Aktion Teil. Da entdeckt ihn Hansen, fast zugleich mit Fedora. Schon will Fedora schießen, doch Hansen verbietet es Ihr und stellt sich unbewaffnet auf der Bühne 'dem mächtigen Tier entgegen. Und nun erleben Tausende von Besuchern das gefährlich Schauspiel, wie der beherzte Mann die Raubkatze allmählich mit der suggestiven Kraft seines Willens bezwingt, und Sultan durch herbeigebrachte Laufgitter zurück zum Käfigwagen treibt. Im Schimpansenstall herrscht inzwischen Verzweiflung. Flips ist verschwunden.
Wohl hat Franz das verborgene Schlupfloch entdeckt, aber von Fips selbst keine Spur. In diesem Augenblick erscheint Hansen und sieht gerade, wie zwei andere Schimpansen durch das Loch entweichen. Er folgt ihnen und steht ein wenig später in Fedoras Gar-derobe, wo sich Fips ängstlich zu verbergen sucht. Fedora bittet für ihn, und Hansen ver-gibt dem Missetäter nur zu gern, der ihn nach Jahren der Trennung wieder mit der ge-liebten Frau zusammenführte. - Der letzte Tag des Programms. Morgen schon wollen Hansen und Fedora gemeinsam zu einer zweijährigen Tournee nach Südamerika. - Auch Maja erfährt durch Hopkins davon. Die Qualen unerwiderter Leidenschaft lassen einen unseligen Entschluß in ihr reifen. - Am Abend der Abschiedsvorstellung sitzt sie in einer Loge des vollbesetzten Hauses. Während oben am Hochtrapez Fedora bis zur Schlußphase ihrer Nummer gekommen ist, steht Hansen mit Fips, der einen großen Strauß gelber Teerosen an sich drückt, am Vorhang, und beobachtet mit glücklichem Ge-sicht die geliebte Frau. Da erhebt sich Maja. Krampfhaft umschließen ihre Finger einen Revolver. Im nächsten Augenblick taucht sie hinter Hansen auf und schießt auf ihn. - Fedora hält den Schuß für das ihr geltende Signal, springt ab und stürzt ins Leere. - Dicht an Hansens Kopf ging die Kugel vorbei. Ohne die Attentäterin zu beachten, stürmt er in die Manege und nimmt Fedora, die bewußtlos am Boden liegt, auf seine Arme, um sie in ihre Garderobe zu tragen. So sieht er auch nicht, wie sich Maja willenlos durch einen Stallmeister abführen läßt ... "Nun mußt du doch allein fahren ... und ich wäre so gern mit dir gegangen ... so gern ... " - Ganz leise dringen die Worte der Verunglückten an Hansens Ohr, der sich tieferschüttert über Lager beugt. Nachdem er Estrella und ihrem Mann zur Selbständigkeit verholfen hat, besteigt er den Dampfer zur Fahrt über das weite Meer. Gemeinsam mit Fedora wollte er die Südamerika-Tournee antreten. Jetzt zieht er allein hinaus, neuen Zielen und Pflichten entgegen.

Darsteller

Robert Hansen, gen. Bobby, Artist

Harry Piel

Maja de Passy

Elisabeth Wendt

Fedora

Ruth Eweler

Estrella, gen. Ella

Edith Oss

Der Zauberkünstler

Eugen Rex

Zwei Agenten

Willi Schur, Eduard Wenck

Franz, Tierpfleger

Josef Karma

BFalk, Tierwärter

Aruth Wartan

Hopkins, Assistent bei FedoraH

Arnold Paulsen

Der Direktor S. O. Schöning
Hausmeister Krause Gerhard Dammann
Der Briefträger Karl Platen
Ferner wirken mit: Menschenaffen, Tiger, , Elefanten, Maulesel,
Hunde u. a.