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Hier erscheinen jeden Monat zwei andere Filmprogramme aus den
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Willkommen zu meinen Filmprogrammen im Jahr 2016 in unveränderter Form

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite an diese Filme!

Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er am 06.09.1936 im Magdeburger UT-Palast!

Diesmal ein Film von und mit Luis Trenker Ersterscheinung: am 14.08.1936

Der Kaiser von Kalifornien

EIN LUIS TRENKER - FILM DER TOBIS - ROTA

TONSYSTEM TOBIS KLANGFILM - VERLEIH: TOBIS ROTA FILM - AKTIENGESELLSCHAFT

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
1936

Der Kaiser von Kalifornien
Luis Trenker erzählt den Inhalt:
Heimat

HeimatJohann August Suter, Buchdrucker im Schweizer Städtchen Burgdorf, steht vor dem Bankrott, soll eingesperrt werden. Verzweifelt flieht er auf den hohen Stadtturm. Plötzlich erscheint ihm dort oben eine Gestalt. Der Fremde zaubert ihm die herrlichsten, lockendsten Bilder der Welt vor Augen, ermuntert ihn, zu leben, zu kämpfen...
Suter flieht im Mai 1836, nachdem er von Frau und Kindern Abschied genommen hat, über die Grenze.
Der Prozess
Der Prozeß! Der Prozeß. In allen Gesichtern brennt die Frage, auf allen Zungen liegt das Wort, und in allen Augen steht Furcht. Das Schicksal ganzer Städte hängt davon ab...
Die Fünfzehnjahrfeier der Stadt San Franzisko wird ein fantastisches Fest. Die Stadt ist geflaggt. Men-schen jubeln, Salutschüsse donnern über das Goldene Horn. Es braust Jubel auf, er gilt Suter, dem Stadtgründer, dem Entdecker und Pionier des Landes, der zu Pferde im festlichen Zuge eingeholt wird. - Ehrenkompanien umsäumen das Metropolitantheater. Das große Haus ist von Honorationen überfüllt. Abgesandte Washingtons sind da, aber auch das Volk, die Bürger der Stadt und mit ihnen Marshall, Harper und ihre Kumpane.
"Das Urteil! Der Prozess!" Ungeduldige Stimmen werden laut. Nun erhebt sich Thompson, der oberste kalifornische Richter und verkündet das Urteil, und es ist für Suter. Suters Stern scheint wieder aufzugehen, aber der losbrechende Protest der wildgewordenen Menge , das drohende Ge-brüll der Massen scheint alles zu überrennen. Schüsse gehen los. Da stürzt der Bürgermeister auf ihn zu und beschwört ihn, auf alle Rechte aus dem Urteil, das ja nur ein formales sei, zu verzichten. Wie ein Dämon steht Suter im Toben der Menschen und wie ein Blitz schlägt seine Erklärung in die über-hitzte Luft des Hauses: Ich verlange die Entfernung aller Goldgräber aus meinem Gebiet!"
Ein unaussprechlicher Wutausbruch gelt auf. Marshall und Haper schießen das Signal gegen die Decke. Das Chaos beginnt.
Amerika
Am Mississippi steht "Suters home". Immer wieder hört er vom unbekannten Land im Westen, hört vom Reichtum des "goldenen Westens.
Er versteigert die Farm, steckt das Geld in die Tasche und reitet nach dem unbekannten Land Kali-fornien.
Zwei Halunken, Harper und Brown, stehlen ihm Geld und Pferde werden aber wieder erwischt und mit Schimpf und Schande verjagt.
Weiter zieht Suter durch die Prärien immer westwärts, bis in die trostlosen Einöden der kali-fornischen Wüsten, wo er fast zugrunde geht. Im "Todestal" stoßen sie auf eine Karawane, die Mar-shall führt. Nach dreitägigem Suchen entdeckt Suter jenseits der hohen Berge und ungeheuren Gran Canons, ein Paradies mit springenden Quellen, Weiden und Wiesen, und sieht in der Ferne den Stillen Ozean. Er rettet die Karawane und betritt bald darauf die Fluren des wunderbaren Landes: Kalifornien.
Segen der Erde
Am oberen Sacramento siedelt sich Suter an. In wenigen Jahren hat Suter die wüste Erde in paradiesische Gärten verwandelt. Eigene Schiffe verfrachten die reiche Ernte und den gewaltigen Ertrag der riesigen Viehherden, Straßen, von Suter geschaffen, durchziehen Nova Helvetia, über dem ein kaum faßbarer Segen liegt.
In der Schweizer Heimat, in Burgdorf, herrscht Feststimmung. Ein großer Scheck Suters hat den Strich unter die Vergangenheit gemacht. Frau Suter und die Kinder reisen nach Kalifornien. Inzwischen haben die Vereinigten Staaten Kalifornien in ihren Staatenbund aufgenommen. Alles ist noch im Werden, im Wachsen...
Der Zusammenbruch
Die heulende Rotte stürzt durch die Straßen. Lager brennen, Häuser flammen auf. Suter flieht nach Hackfarm, Harper hat sie in Brand gesteckt. Es kommt zur Abrechnung zwischen Suter und Harper. Zwei Pistolenschüsse krachen, Ermattinger, der sich schützend vor Suter gestellt hat, fällt getroffen zu Boden, aber auch Harper sinkt sterbend nieder.
In San Franzisko sucht der fessellos gewordene Pöbel ein Opfer. Sie finden Marshall, der das Feuer-signal gegeben hat, zerren ihn an einem Baum und hängen ihn auf.

Der Goldrausch

Da geschieht das Verhängnisvolle: Da findet einer Gold - und wühlt den Teufel aus der Erde.
Das war so: Suter sitzt einmal nach seinem Ritt durch den göttlichen Segenseiner Erde ruhig und allein in Hackfarm am Kamin, als plötzlich Marshall vor ihm steht und Suter eine Hand voll Gold-nuggets unter die Augen hält. Es kommt zu einer harten Auseinandersetzung zwischen ihm und Mar-shall . Marshall will den Fund in alle Welt hinausschreien, kann in seiner Habgier nicht warten. Suter verlangt von Marshall absolutes Stillschweigen, aber es nützt nichts. Am anderen Tag ist die Nach-richt schon überall bekannt, und als Suter zum Sägewerk hinaufreitet, ist kein einziger seiner Ar-beiter mehr am Platz, alle sind auf der Goldsuche.
Ausklang
Zehn Jahre später. Ein müder alter Mann steigt die große Treppe empor zum schimmernden Capitol. Ein Schwächeanfall drückt den müden Kämpfer nieder auf die Stufen. -
Plötzlich steht, wie aus einer anderen Welt, eine Erscheinung neben ihm. Es ist der Fremde, der ihm einst daheim , die Welt in strahlenden Bildern gezeigt hatte. - "Suter, Du hast einen guten Kampf ge-kämpft ewig wird Dein Herz in den Wäldern und Flüssen von Kalifornien schlagen..." sagt der Fremde und reißt mit einer Handbewegung die glänzende Weltschau auf. Da wächst San Franzisko mit seinen in den Himmel greifenden Wolkenkratzern, da wandern unendliche Reihen dunkler Petroleumtürme vorüber, gewaltige Maschinen schwingen im Rhythmus mit. - Suter will dem Fremden danken ...
sinkt nieder, und im letzten Erleben seines großen Schicksals schenkt ihm der Geist der neuen Zeit die Unsterblichkeit als schönsten Abschluß alles Lebens.
Die Katastrophe
Die Lawine ist im Rollen. Von überall kommen in Scharen die Abenteurer, das Gesindel, die zer-schellten Existenzen, die Phantasten. Zeitungen locken und lügen. San Franzisko wird zur großen Stadt. Die Ernten Suters werden niedergetrampelt, seine Arbeiter laufen davon, die Herden ver-dursten und verkommen, die Waren verderben in den Magazinen. Suter ist machtlos, hilflos, alle verlassen ihn. Suter wehrt sich verzweifelt, man droht sein Land zu versteigern, wenn er nicht dem Willen des Goldsyndikats nachgibt.
Inzwischen kommt Frau Suter mit den beiden Jungens in San Franzisko an. Aber Suter ist nicht da. Schon ahnt aus undeutlichen Gesprächen die Frau, was geschehen ist, unruhig und voller Sorgen fährt sie nach Hackfarm. Vorüberziehende Goldgräber haben die beiden Jungen Suters mit in die Goldfelder genommen Die ahnungslosen haben sich in knabenhafter Abenteuerlust in den Goldfeldern von Coloma einen Claim ausgesteckt. Harper findet sie oben, und in dem er einem ver-kommenen Lumpen Gold schenkt, gibt er ihm den Auftrag, die beiden Kinder verschwinden zu lassen. Dieser knallt sie kurzerhand nieder...
Einige Stunden später bringen Arbeiter die beiden toten Kinder nach Hackfarm, wo die arme Mutter sterbend an den Leichen ihrer Kinder niedersinkt. Suter selbst, halb irr, weiß im Taumel zwischen Tat-sächlichem und geträumten gar nicht, wie maßlos hart ihn das Schicksal geschlagen hat.
Abends in den Tanzbars und Kneipen fließt das Gold und der Whisky. Smiths Spielhölle ist der Treff-punkt aller Glücksritter. Hier wird verkauft und gekauft, ganz gleich, wem das Land gehört.
Kritik einer Hannoverschen Zeitung um 1950

BUCH UND REGIE : LUIS TRENKER; Regieassistenten: Dr. Hans Brunow, Georg Hurdaleck; Musik: Dr. Guiseppe Becce; Photographische Leitung und erste Kamera: Albert Benitz; Zweite Kamera: H. V. Jaworsky; Aufnahmeleitung: Rudolf Fichtner, Hugo Lehner; Architekt: Erich Grawe; Tonmeister: Adolf Jansen, Martin Müller; Schnitt-meister: Rudolf Schaad, Willy Zeyn; Produktionsleitung: Max Huske

D A R S T E L L E R :

J. A. Suter

Luis Trenker

Anna, seine Frau

Viktoria von Ballasko
Beider Söhne: e
Rudolf Werner Kundig
Emil Karli Zwingmann
Frau Dübolt, Annas Mutter Elise Aulinger
Amalie, Suters Schwester Melanie Horeschovsky
Der Fremde Bernhard Minetti
Ermattinger Luis Gerold
Billy Paul Verhoeven
Gouverneur Alvaredo Hans Zesch-Ballot
Seine Frau
Marcella Albani
Castro, sein Adjutant Walter Franck
Marshall Reiginald Pasch
Harper August Eichhorn
Chansonett Berta Drews
Kewen, Bürgermeister v. San Franzisko Alexander Golling
Thompson, Gerichtspräsident Heinrich Marlow
Bankiers: L
R Rudolf Klein-Rogge
R Otto Stöckel, Bruno Ziener
L Josef Reithofer
Wachtmeister Jacob Sinn
Smith Erich Dunskus
Fuhrknech Armin Schweizer