Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film konnte er nicht sehen, da ab Januar 2020 hier nur 2 DEFA-Filme erscheinen, solange der Vorrat reicht!!!

Alwin Gast

Alwin Gast(Aufnahme von 1948)
geb. 21.111920 in Magdeburg
gest. 11.12.2010 in Stuttgart

Diesmal ein DEFA-Film aus dem Kalten Krieg ! Erscheinungsjahr: 1951

Zugverkehr unregelmäßig
Ein DEFA-Film im Verleih der Progress Film-Vertrieb G.m.b.H

Link zu diesen DEFA-Film

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
1951
Progress- Nr. 581/51

Buch: Peter Bejach und Hermann Turowski; Regie: Erich Freund; Produktionsleitung: Richard Brandt; Kamera: Willi Kuhle; Bauten: Nationalpreisträger Willy Schiller; Ausführung: Artur Schwarz; Regie-Assistenz: Joachim Kunert; Schnitt: Ferdinand Weintraub; Ton: Kurt Witte; Maskenbildner: Ludwig Ziegler und Hans Wosnick; Standfotograf: Gerhard Kowalewski; Aufnahmeleitung: Herbert Größer und Otto Schröder

Ein nebliger Herbstmorgen... Schüsse-! Der Volkspolizist Erich Schröder wird von Banditen angeschossen und in die Spree geworfen. Ein Auto taucht in der Ferne auf. Jochen Böhling, ein junger Kraftfahrer, kann den Volkspolizisten noch retten und in ein Krankenhaus bringen. Ganz klar, dass die beiden gute Freunde werden. Dabei sind es verschiedene Charaktere. Erich, ein Mensch, der sich seiner Aufgaben gegenüber der Gesellschaft bewußt ist und nicht zuletzt deshalb Volkspolizist wurde. Jochen ist ein leichtsinniger "Hans Dampf in allen Gassen".
Als Jochen seine Stellung verliert, helfen ihm Erich und dessen Freundin Inge, bei der Berliner S-Bahn Aufsichtsbeamter zu werden. Das genügt ihm aber nicht. Das genügt ihm aber nicht. Er sucht etwas Aufregendes. Eine Bekanntschaft mit der Agentin Ellen Zander aus Westberlin ermöglicht Ihm für seine Begriffe eine größere Karriere, die "Karriere" eines Verbrechers. Jochen zieht nach Westberlin, und Inge geht mit ihm. Der Volkspolizist Erich verlor an einem Tage den Freund und die Freundin. Die Westberliner Agenten, die im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes arbeiten, nutzen die dienstlichen Kenntnisse des leichtsinnigen Jochen für Ihre dunklen Zwecke aus. Er begeht für sie Buntmetalldiebstähle und leitet später sogar große Sabotagehandlungen. Dies bleibt Inge nicht lange verborgen. Sie stellt ihren Freund zur Rede. Er gesteht ihr seine, Verbrechen und verspricht Ihr, sich zu bessern. Nur kurze Zeit bleibt er seinem guten Vorsatz treu, Er kehrt in den Schoß der Agentenbande zurück und will sich durch eine "Großtat" .wieder lieb Kind machen. Durch einen Zufall erfährt Inge davon. Sie wendet sich jetzt schweren Herzens an den früheren Freund - an den wahren Freund- Erich Schröder, der sofort die Lage erkennt. Die Volkspolizei vereitelt den geplanten Anschlag auf das Leben der Berliner Bevölkerung und verhaftet die gefährliche Bande.
Als Berater der Volkspolizei nahm VP-Oberkommissar Horst Rettig an allen Aufnahmen teil. Er schrieb uns: "Dieser ,Film, der ein Stück des Friedenskampfes unserer Bevölkerung schildert, Ist von hoher Aktualität und Spannung. Voll Realismus in seiner Darstellung, hat der neue DEFA-Film nichts mit der uns unrühmlich bekannten ,Wachtmeister-Schwenke-Produktion' der Hugenberg-Ufa gemein.
Wir Volkspolizisten sind nicht gedungene Söldner oder gar Militaristen, die in kahlen Amts- und Kasernenstuben auf die Niederknüppelung und Verfolgung von Friedenskämpfern abgerichtet werden, sondern unsere Kameraden wissen, daß unsere Arbeit einen Bestandteil' der Gesamtaufgaben aller Bürger unserer Deutschen Demokratischen Republik darstellt. Die Volkspolizisten wissen, daß sie sich nicht gegen ihre eigenen Brüder und Schwestern, sondern mit ihnen gemeinsam zur Erhaltung des Friedens einzusetzen haben. Ich glaube, daß die Disziplin, die in unseren Reihen notwendig ,ist, um die bereits geschaffenen Werte unseres Volkes vor der Vernichtung durch Verbrechet - wie In diesem Film dargestellt - zu bewahren, von vielen Menschen Kameraden wissen, daß unsere Arbeit einen Bestandteil' der Gesamtaufgaben aller Bürger unserer Deutschen Demokratischen Republik darstellt. Die Volkspolizisten wissen, daß sie sich nicht gegen ihre eigenen Brüder und Schwestern, sondern mit ihnen gemeinsam zur Erhaltung des Friedens einzusetzen haben.
Ich glaube, daß die Disziplin, die in unseren Reihen notwendig ,ist, um die bereits geschaffenen Werte unseres Volkes vor der Vernichtung durch Verbrechen - wie In diesem Film dargestellt - zu bewahren, von vielen Menschen

noch zum Teil. mit dem Kadavergehorsam der vergangenen Zeit verwechselt wird. Der aufmerksame Kinobesucher kann sieh oft, in diesem Film von' der Tatsache überzeugen, daß Anstand, Achtung und Sauberkeit nach innen lind außen die Fundamente unserer Djsziplin sind." '
Die Schaffnerin Margarete Tauber haben wir auch im Film gesehen. Sie fuhr die S-Bahn in der Tunnelszene. Margarete Tauber schrieb über den Film:
In diesem Film wird die Verantwortung einer Triebzugschaffnerin dem Publikum so recht vor Augen geführt. Es ist nun mal nicht so, wie es oft vom Standpunkt der Fahrgäste gesehen wird, daß die Schaffnerin nur an die Scheibe des Führerstandes zu klopfen hat, und ihre Arbeit getan ist, wenn der Zug abfährt. Nein, im Gegenteil" dann fängt der Dienst und damit die Verantwortung erst an. Ich habe während der Fahrt neben der Beobachtung der Signale und Strecke auf die Schiene, insbesondere auf das Vorhandensein der Stoßverbinder zu achten. Es ist den Fahrgästen leider immer noch zu wenig bekannt, welche Auswirkung das Fehlen der Schienenverbinder auf den allgemeinen Zugverkehr haben kann. Gerade dieser Film, bei dessen Aufnahmen Ich selbst mitwirken konnte, zeigt die täglichen Sorgen der Berliner S-Bahner. Wir haben einen großen Anteil an der Erfüllung des Fünfjahrplans. Dem Aufbauwillen unserer Eisenbahner und der Hilfe unserer Volkspolizei ist es zu verdanken, daß alle Versuche, unseren S-Bahn-Betrieb zu stören, eben nur Versuche geblieben sind und bleiben werden."
Der S-Bahn- Triebzugführer Erich Kindling vom S·Bahn-Betriebswerk Nordbahnhof wirkte bei den Aufnahmen zu dem Film "Zugverkehr unregelmäßig" mit. Er plauderte mit uns:
"Eine besondere Ehre war es für mich, an dem Film ,Zugverkehr unregelmäßig' mitzuwirken. Ich habe mit meinem Zug im Film gefahren und spreche auch einige Worte. Am Nachmittag eines Aufnahmetages hatte ich im Dienst ein persönliches Erlebnis, das mit dem Film in Verbindung steht: Zwischen zwei Bahnhöfen im Westsektor halten Banditen mehrere
Feldsteine und einen Stromschienenbock auf die Schienen gepackt. Hier kann man deutlich sehen, wie unverantwortlich diese schlechten Elemente handeln. Unfälle können passieren, Menschen können getötet werden. Das ganze Volk wird geschädigt, wenn wir unsere Werktätigen nicht pünktlich und sicher zur Arbeit bringen. Das aber wollen die Saboteure erreichen I Durch unsere Aufmerksamkeit konnten wir großes Unheil verhüten. Jeder Eisenbahner hat es sich zur Pflicht gemocht, seinen Arbeitsplatz. durch Selbstschutz zu sichern."

D a r s t e l l e r :

Jochen Böhling

Claus Holm

Ellen Zander

Inge Keller

Kurt Strack

Hans Groth

Erich Schröder

Peter Lehmbrock

Inge Marten

Brigitte Krause

Helmuth Becker

Horst Drinda

Bettina Gerold

Evamaria Barth

Muttchen Kühn

Margarete Kupfer

Polizeirat Walter

Werner Pledath

In weiteren Rollen:
Fred Kronström, Albert Venohr, Theo Shell, Joachim Schölermann, Annemarie Hase, Curt Trepte, Hugo Kalthoff, David Kirsa, Günther Puppe, Heinz Scholz u.a.