Hier erscheinen jeden Monat zwei andere Filmprogramme aus den
50-er, 60-er und anderen Jahren zum Anschauen und downloaden.
Ein Programm aus DDR-Zeiten und eines aus der alten Bundesrepublik!
Willkommen zu meinen Filmprogrammen im Jahr 2016 in unveränderter Form

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite an diese Filme!

Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er nicht, weil er 1956 produziert wurde!
Der Film war im Dezember 2004 schon einmal auf meiner Webseite!

 

Waldwinter

EIN FARBFILM FREI NACH MOTIVEN DES GLEICHNAMIGEN ROMANS VON PAUL KELLER
R E G I E : WOLFGANG LIEBENEINER
FARBE IN AGFACOLOR
PRODUKTION: APOLLO-FILMPRODUKTION
BERLIN

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
Waldwinter Ein Film aus den 50-ern

Winter 1944 Der Krieg tobt schon in Schlesien, das solange verschont geblieben war, aber die Kirche Wang im Riesengebirge ist noch ein Bild des Friedens. Die Gemeinde besteht allerdings fast nur noch aus Frauen, Kindern und betagten Männern. Auch Baron Malte und seine Frau, die im Altarstühl sitzen, sind alt. Der einzige junge Mann trägt Feldgrau. Es ist derGefreite Hartwig, der gerade auf Urlaub ist. Neben ihm ein zwölfjähriges Mädchen, Inge, mit blonden Zöpfen. Ihr Vater ist der Kretschamwirt Sternitzke. Auc die Orgel wird von einem Mädchen gespielt. Es ist die fünfzehnjährige Marianne, die Pflegetochter im Hause des Barons ist. In den Gottesdienst hinein knattert ein Motorrad. Martin, der elternlose Enkel des Barons, kommt von der Front, um seine Großeltern zu warnen. Es wird Zeit, sich abzusetzen, und sie versprechen, in ihr altes Jagdschloß zu trecken, das im Bayrischen Wald liegt. Marianne ist enttäuscht, als sie erfährt, daß Martin die Weihnachtstage nicht bleiben kannn, doch er muß zurück an die Front.
Zehn Jahre später hat sich die Welt verwandelt. Martin erholt sich am blauen Mittelmeer. Er führt ein anstrengendes Leben als Geschäftsmann, der von einem Land zum anderen reist, um überall seine Geschäfte zu machen. Nach Deutschland kommt er gar nicht mehr. Er weiß zwar, daß seine Großeltern im Jagdschloß Falkenstein im Bayrischen Wald einen neuen Wohnsitz haben, aber für ihn gibt es nur die Jagd nach dem Geld und seine Freundin Simone, die in Paris einen Hutsalon besitzt.
Der alte Baron hat bei Kriegsende fast das ganze Dorf aus Schlesien mit nach Falkenstein genommen. Im Schloß und im nahe gelegenen Dorf haben sich die Schlesier zwischen den Bayern langsam seßhaft gemacht. Aber viele Familien leiden Not, und um ihnen eine neue Existenz zu schaffen, baut der Baron eine alte Glashütte wieder aus. Der neue Gasgenerator ist schon bestellt, da lehnt die Bank überraschend den Kredit ab. Nun gibt es kaum einen anderen Ausweg, als den ganzen Besitz zu verkaufen. Da telegrafiert der Baron an seinen Enkel in Paris und bittet ihn, sofort zu kommen. Vielleicht kann er noch helfen.
Martin, der gerade mit Simone eine Urlaubsreise machen wollte, folgt dem Ruf seines Großvaters. Im Dorf wird er freudig begrüßt, denn viele Schlesier kennen ihn noch und glauben, daß er gekommen ist, um mit junger Kraft sein Erbe zu übernehmen. Aber es wird eine Enttäuschung. Vor allem für Marianne, die eine reizende junge Frau geworden ist. Sie erkennt schnell, daß Martin sich verändert hat. Er sieht nur die geschäftliche Lage und rät seinen Großeltern, an einen Hotelbesitzer zu verkaufen, der interessiert ist, und ihr Alter in einer Großstadt in wohlverdienter Ruhe zu verbringen. Marianne versucht, Martin klarzumachen, welche Verantwortung für Menschen und Familie der Erbe solchen Besitzes zu tragen hat und daß die Schlesier im bayrischen Waldgebirge schon fast eine zweite Heimat gefunden haben. Martin wird nachdenklich und beginnt, die finanzielle Lage ernsthaft zu prüfen. Dabei entdeckt er, daß nicht nur industrielle Möglichkeiten gegeben, sondern auch große Beträge aus dem Holzverkauf der vergangenen Jahre verschwunden sein müssen. Verantwortlich hierfür ist der Verwalter, aber dieser hat für alles vernünftige geschäftliche Erklärungen.
Bei seinen Unternehmungen ist Martin häufig mit der lustigen Inge, der Tochter des Gastwirtes, zusammen. Dies weckt nicht nur Mariannes Eifersucht, sondern auch die des jungen Hartwig, der in Inge sein Eigentum sieht, seit er ihr auf dem großen Treck das leben gerettet hat. In Martin wächst langsam ein Gefühl für die ernsthafte Marianne, die hier in ihrer kleinen Welt und in ihren Pflichten aufgeht.
Es scheint, als ob die bei den sich finden, aber da kommt Simone aus Paris, um ihren Martin zurückzuholen. Für Marianne ist es der Beweis, daß Martin in die internationale Geschäftswelt gehört und für sie verloren ist. Simone aber erkennt, daß Martins Wesen wieder in seiner heimatlichen Welt Wurzeln geschlagen hat. So reist sie allein ab, gerade an jenem Morgen, als Martin endlich eine Spur gefunden hat, die die rätselhaften finanziellen Verluste klären könnte.
Ein früherer Waldhüter könnte ihm Auskunft geben, aber auf dem Weg dorthin trifft Martin ein Schuß. - Der Verdacht richtet sich auf Hartwig, der seit Tagen verschwunden ist, aber es stellt sich heraus, daß er heimlich durchs Gebirge nach Schlesien gewandert ist, um in der alten Heimat Papiere für seine Auswanderung nach Übersee zu bekommen.
Nun richtet sich der Verdacht auf den Verwalter. Nach einer wilden Jagd durch den winterlichen Wald wird er gestellt, und bei
ihm findet man die unterschlagene Summe, die bisher fehlte, um die neue Glashütte in Betrieb zu nehmen. Nun kann Martin zusammen mit Marianne seine neue Arbeit beginnen.
Hartwig hat aus Schlesien die traurige Nachricht mit gebracht, daß dort nun andere Menschen angesiedelt sind. Aber die alten Schlesier haben sich in einer Waldeckeihre alte Kirche Wang neu erbaut, und als sie zum erstenmal hineinziehen, wissen sie, daß sie in der neuen Heimat auch ihre alte Heimat wiedergefunden haben.

Buch: Wemer P. Zibaso, Frank Dimen . Musik: Peter Ige/hoff. Produktionsleitung: Fritz Hoppe. Aufnahmeleitung: Bruno Michalk und Willi Mette. Regie-Assistenz: Zlata Mehlers . Bild: Bruna Mondi . Bau: Fritz Maurischat und Paul Markwitz Ton: Fritz Schwarz . Schnitt: Martha Dübber . Kostüme: Sinaida Rudow-Brosda

D I E D A R S T E L L E R :

 

Baron Malte

Rudolf Forster

Baronin Henny

Helene Thimig
Martin Martin
Marianne Sabine Bethmann
Inge Sternitzke Susanne Cramer
Simone Erica Beer
Diener Baumann Otz Tollen
Verwalter Stengle Willy A. Kleinau
Frieda Stengle Ilse Steppat
Oberförster Gerstenberg Gert Fröbe
Otto Hartwig Klaus Kinski
Kruttke Karl Hellmer
Kräutermarie Margarethe Haagen
Huber, Waldarbeiter Beppo Brem
Sternitzke, der Gastwirt Herbert A. E. Böhme
Franz Sternitzke, sein Sohn Uwe Will
Seifert Alexander Enge,
Kuhn, Holzschnitzer Joachim Boldt