Hier erscheint ein Filmprogramm aus den 50-er, 60-er und anderen Jahren zum Anschauen und downloaden.
Auf dieser Seite erscheinen aus DDR-Zeiten Filme der DEFA und auch DEFA-synchronisierte Filme aus dem Ausland!
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite
an diese Filme!

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Frankenstein zum Download!

Eine DEFA-Filmkomödie
Ab Februar 2017 erscheinen hier wieder DEFA- und DEFA-Synchronisierte Filme !!

Diesmal ein tragischer DEFA-Film vom Schicksal zweier Frauen, während und nach dem II. Weltkrieg!

Zwei Mütter
Ein DEFA-Film nach einer Filmerzählung von Jo Tiedemann

Verleih: VEB Progress Film-Vertrieb

 

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
1957
Progress-Nr.: 30/57
Drehbuch: Jo Tiedemann, Frank Beyer· Regie: Frcnk Beyer· Produktionsleitung: Hans Mahlich . Kamera: Otto Merz . Bauten: Alfred Hirschmeier . Ausführung: Heinz Leuendorf . Musik: Joachim Werzlau Kostüme: Marianne Schmidt Masken: Gerhord Ze.ising, Erna Hallos Ton: Bernd Gerwien . Schnitt: Ruth Moegelin . Regie-Ass.: KlausAIde, Marianne Daudert . Kamera-Ass.: Helmut Borkmann . Standfoto- graf: Eduard Neufeld .. Aufnahmeleitung : Martin Sonnabend, Heinz Fröhlich· Außenrequisiteur: Theo Görgens . Oberbeleuchter : Felix Kusche

KRIEG. Nicht nur an der Front. Ganz Deutschland ist zum Schützengraben geworden. Bomben fallen und begraben Leid und Hoffnung den Seufzer der Greisin,,die ersten Laute des Neugeborenen. Auch die kleine Stadt. irgendwo im Westen unserer Heimat. zittert beim Heulen der Sirenen. duckt sich angstbebend. wenn der Tod mit Motorengedröhn naht. Und' doch geht das Leben weiter. Im Notkrankenhaus des Städtchens. in einem ehemaligen Klassenzimmer liegen zwei Frauen. die eine angstvoll in die Nacht lauschend, die andere weit fort in Fieberträumen. Sie sind vor kurzem entbunden worden. Zwei Mütter, die eine Deutsche, die andere Französin, Fremdarbeiterin. Das Gebäude erbebt. Und Angst, Angst um das Kind. das Liebste. das Einzige. seit der Mann gefallen ist. Todesangst treibt die Frau aus dem Bett. über verwüstete Korridore,dort- hin, wo sie das Kleine in der Obhut der Schwester weiß. Obhut - wo Mauern bersten.
Balken zerspellen ... Gottlob. das Kind lebt. obgleich das Zimmer zur Hälfte begraben ist unter Schult und Trümmern. Die Frau reißt das Kind an sich. Die Schwester aber, die totenbleich. an der Wand lehnt, weiß, das' dieses Kind der anderen gehört, der Fiebergequälten, der Französin. Das Kind der Deutschen lieg! unter den Trümmern, Furcht, Mitleid verschnüren der Schwester den -Mund. Und dann: die Fremdarbeiterin wird den Morgen kaum erleben. Als Madeleine Broquard nach tagelangen Fieberträumen wieder zurückfindet in diese Welt, sieht sie ihren kleinen Sohn an- der Brust der deutschen Frau. Ganz genau erkennt sie sein Gesichtchen, die Stimme. Warum hat man ihr das Kind fortgenommen? Warum Und niemand, der ihr helfen will. Jahre später. Der Krieg ist aus. Aber was für eine Heimkehr für Madeleine.

Michel, ihr Mann, ist als Widerstandskämpfer erschossen worden. Sie hat nur noch' das Kind. Modeleine Broquard nimmt den Kampf auf, fährt schließlich selbst nach Deutschland und findet den Jungen. Doch wie damals ist alles gegen sie. Die Deutsche weist ihr die Tür, die Schwester zieht sich zurück, ein Sensationsreporter posaunt in .seinem Blatt: Französin will deutsches Kind entführen Modeleine Broquard gibt auf. Da spricht Schwester Jutta, endlich, spricht ungeachtet der persönlichen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten, die ihr daraus erwachsen, die Wahrheit. Welche Tragödie ober bedeutet dos für die deutsche Mutter für sie, die nie daran zweifelte, daß der kleine Toni ihr eigenes Kind sei, die um' seinetwillen gehungert, geschuftet hat, ja seinetwegen eine zweite Ehe ausschlug! Die Französin wird den Jungen mit in ihre Heimat nehmen. Sie ist die Mutter. Sie wird ihn zwar nicht sofort mitnehmen, später. Und sie sagt auch, er wird dann zwei Mütter, hoben, der Toni, eine französische und eine deutsche. Aber ... '
Auch dem Zuschauer, der tief bewegt das Kino verläßt, wird sich ein "aber" aufdrängen. Den" kann dieses Kriegsdrama überhaupt eine glückliche eine, befriedigende Lösung erfahren? Der Film konnte sie nicht 'erfinden und wollte das auch nicht. Sein Anliegen ist, den Krieg anzuklagen, den Todfeind aIIer Mütter, und damit beizutragen, dass sich Tragödien wie diese nicht wiederholen mögen. Er stützt sich im Wesentlichen auf authentisches Material, das am 4.10.54 in der "Frankenpost Hof" veröffentlicht wurde und die tragische Geschichte der Französin, Georgette Phelippeau, und der Deutschen, ,Erna Rustler erzählt.

Darsteller:

Madelaine

Francoise Spira

Hedwig

Helga Göring

Jutta

Ruth Wacker
Dr. Weller Wilhelm Koch-Hooge- Nationalpreisträger

Dollmann Kurt Oligmüller

Amerikanischer Bezirksrichter Heinz Gies

Reporter Fred Ludwig
In weiteren Rollen: H
Toni, Elfriede Florin, Johannes Knittell, Bella Waldritter, A. P. Hoffmann