Hier erscheint ein Filmprogramm aus den 40--er, 50-er, 60-er und anderen Jahren zum Anschauen und downloaden.
Auf dieser Seite erscheinen aus DDR-Zeiten Filme der DEFA und auch DEFA-synchronisierte Filme aus dem Ausland!
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite
an diese Filme!

Diesmal ein Abenteuerfilm aus der ehemaligen Sowjetunion, welche die Revolutionsereignisse in Usbekistan darstellen sollten! War schon einmal im September 2013 auf meiner Webseite!

Die Entscheidung von Buchara


dieser Film wurde aus Erinnerungen von M. W. Frunse (MDI) gedreht!

Erscheinungsdatum: 1955

Ein sowjetischer Film im Verleih des VEB Progress Film-Vertrieb

Deutsche Bearbeitung: VEB DEFA - Studio für Synchronisation - VEB Progress Film-Vertrieb

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+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Progress-Nummer : 18/56
1955

Regie der deutschen Fassung: Irene Jesney; Dialoge: Wolfgang Krüger-Heinrich-Greif-Preisträger; Schnitt: Edith Weiler; Ton: Max Galinsky, Herbert Henke

Unruhe herrscht in Buchara, der uralten Karawanenstadt Mittelasiens. Geheimnisvolle Wege von Freund und Feind kreuzen sich im Tal Miankale. Wer verbirgt sich unter der Maske jenes Pilgers, der Seid-Alim-Khan, dem Emir von Buchara, eine Karawane mit "Geschenken" zuleitet?! Dieser "Diener des Propheten" heißt in Wirklichkeit Oberst Paily, und der Inhalt seiner harmlos scheinenden Fracht besteht aus Waffen. Und wer ist jener Usbeke, der ein Kennwort flüstern, der einen seltsamen Hufnagel vorzeigen muß, um Einlaß in das Haus des Schmiedes Dshafar zu erhalten?! Es ist der junge Revolutionär Scherali, den die Büttel des Emirs im ganzen Lande suchen und dessen Braut im unterirrdischen Kerkern als Geisel festgehalten wird. Es gärt in Buchara, in den Teppich- und Seidenwebereien, es gärt unter den Bauern. Die Stille in Dshafars Schmiede trügt, denn in den Kellern werden fieberhaft Waffen für für einen Aufstand vorbereitet. Es steht schlecht um den Thron Seid-Alim-Khans.
Die junge Sowjetmacht hat in allen anderen Republiken des riesigen Landes über Inter-
venten und Reaktion gesiegt. Nur hier, im heißen, äußersten Süden, ist das Volk noch nicht befreit. Nach wie vor übt der Emir von Buchara, ein tückischer, macht- und prunksüchtiger Despot, seine Gewaltherrschaft aus. Kein Recht, kein Maß gibt es, das nicht er allein bestimmte und das nicht von seiner jeweiligen Laune abhinge. Seid-Alim-Khan beutet die Bevölkerung bis aufs letzte aus. Wer Widerspruch erhebt, wird eingekerkert. Der Emir entscheidet über Leben und Tod eines jeden. Räuberbanden und religiöse Fanatiker, die mordend, singend und brennend das Land durchstreifen, sind die Werkzeuge seiner Macht. Aber die Erdstöße der neuen Zeit dringen heftiger heran. Seid-Alim-Khan sucht bei ausländischen Mächten Hilfe, konspireiert mit Agenten und Weißgardisten, verstärkt den Terror gegen das Volk. Doch die Tage des Emirs sind gezählt. Von Taschkent aus, das die Sowjetmacht bereits befreit hat, leitet Kuibyschew die Aktionen der Revolution. Sein Kampfgenosse Michail Wassiljewitsch Frunse, der berühmte Feldherr, ist mit Verbänden der

Roten Armee auf dem Anmarsch. Um die Entwicklung aufzuhalten, scheut der Emir vor keinem Mittel zurück. Er läßt durch seine Reiterhorden die Geleise der mittelasiatischen Bahn aufreißen, über die Frunse seine Truppen heranführt. Er organisiert ein hinterhältiges Revolverattentat auf die revolutionären Führer. Der Anschlag wird dank der Wachsamkeit des Soldaten Ignat vereitelt. Als Seid-Alim-Khan keinen anderen Ausweg mehr weiß, unternimmt er mit Hilfe seiner ausländischen und weißgardistischen Freunde einen plötzlichen Vorstoß auf Taschkent. Aber Frunse ist auf der Hut. Er schlägt zurück, dringt gegen Buchara vor. Zugleich erheben sich die Arbeiter und Bauern im ganzen Lande. Die Geschütze der Roten Armee schlagen eine Bresche nach der anderen in die Mauern Bucharas. Nach erbitterten Kämpfen wird die Stadt genommen. Der junge Russe Ignat fällt, fern der Heimat, im Kampf um die Freiheit des usbekischen Volkes. Sein Freund Scherali kann endlich die Braut aus den Verließen des feige geflüchteten Emirs befreien. Kuibyschew, Frunse und die aufständischen Arbeiter und Bauern Mittelasiens haben eines der letzten Blätter der großen Revolutionschronik geschrieben. Der jahrhundertalte Thron feudaler Despotie ist gestürzt. Diue nunmehr freien Völker Usbekistans, Turkmeniens und Tadshikistans treten den Weg in eine helle Zukunft an, die inzwischen Gegenwart geworden ist. Wo im Jahre 1920 Schulter an Schulter mit ihren russischen Brüdern heldenhaft kämpften und Blut vergossen, wo einstmals hitzeflimmernde Steppe war, zieht sich heute ein ungeheuer blühender Garten hin. Viele neue Kanäle, Städte und Dörfer tragen die Namen der Helden jener Tage.

Am 13. November 1919 schrieb W. I. Lenin an die Mitglieder der Kommission des Allrussischen Zentralexekutivkommitees und des Rates der Volkskommissare für die Angelegenheiten Turkestans: "Die Herstellung richtiger Beziehungen zu den Völkern Turkestans hat jetzt, das kann man ohne Übertreibung sagen, für die Russische Sozialistische Förderative Sowjetrepublik eine gigantische, welthistorische Bedeutung. Für ganz Asien und für alle Kolonien auf der Welt, für Tausende, Millionen Menschen, wird das Verhältnis der sowjetischen Arbeiter- und Bauern-Republik zu den schwachen, bisher unterdrückten Völkern von praktischer Bedeutung sein."
M. W. Frunse und das Mitglied des revolutionären Kriegsrates W. W. Kuibyschew erfüllten diese Weisung Lenins und lösten mit Erfolg die ihnen gestellte Aufgabe.
Ende 1919 wurde den Streitkräften der Interventen und den Weißgardisten in Turkestan eine Reihe ernsthafter Schläge zugefügt, die im April 1920 zur Liquidierung der sogenannten Semiretschensker Front führten, die im Kampf gegen die weißgardistischen Banden-Annenkows und Bakitschs entstanden war. Die Überreste der geschlagenen Weißgardisten flohen nach China. Im August 1920 brach in Buchara ein bewaffneter Aufstand aus gegen die Feudalmacht des Emirs und gegen seine unmittelbaren Herren - die Engländer. Die Aufständischen wandten sich an Frunse um Hilfe. Frunse kam dem aufständischen von Buchara sofort zu Hilfe. Mit Erfolg wurde die schwierige und eigenartige Operation von Buchara durchgeführt. Sie wurde in aller Stille vorbereitet und von Kräften durchgeführt, die zahlenmäßig bedeutend schwächer waren als die des Emirs. Die Verbände der Roten Armee brachen den Widerstand des Gegners und konzentrierten sich rasch im Raum von Storaja Buchara (der Hauptstadt des Emirs), und nach dreitägigen erbitterten Kämpfen nahmen sie die befestigte Stadt ein. Buchara wurde Volksrepublik und betrat den Weg der sozialistischen Entwicklung.
Diesem großen Menschen, Militärwissenschaftler und Reorganisator der Roten Armee, "einem der teuersten und furchtlosestem Revolutionärs unserer Zeit", rief Stalin am
3. November 1925 die ergreifenden Worte nach:
"Die Sowjetmacht hat mit Genossen Frunse einen der kühnsten und klügsten Baumeister unseres Landes und unseres Staates verloren.
"
Aus: Ausgewählte Schriften von M. W. Frunse. Erschienen im Ministeriums des Innern.

In den Hauptrollen:
Deutsche Sprecher:

M. W. Frunse

E. Samoilow

Günther Simon,

R

G Nationalpreisträger

W. W. Kuibyschew

W. Krasnopolski Kurt Ulrich
Scherali S. Diwanow Edwin Marian
Oigui N. Ataullajewa Sabine Thalbach
Ignat G. Jumatow

Günther Haack
Nastjenka R. Makagonowa Elfie Garden
Emir von Buchara A. Bakirow

Dr. Karl Schlottmann
Ossipow W. Balaschow

Kurt Oligmüller
Essonbai K. Chodsajew Martin Flörchinger
Dshafar R. Chamrajew Harry Hindemith,
G S Nationalpreisträger
Naurus-sur S. Tobibullajew Hans Schölermann
Germaine J. Belorutschewa Gisela May
Wellford N. Garin A
Peili A. Fait Herwart Grosse
Großwesir A. Dshalitow Robert Assmann
Abraham der Dieb Sch. Burchanow Gerhard Bienert
Ryskulow T. Islamow Guido Goroll
Aschumbabajew K. Alimdshanow Erich Franz
Kurban Saidow A. Rachimow Peter Dornseif
Wostrosablin E. Teterin Karl Klüssner
Jasny M. Pugowkin Heinz Voss